Möglichkeiten
Dieter 18. Januar 2012
Mein Selbsttest war nicht ganz so ungefährlich verlaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte, denn mein kleines Mißgeschick auf der Straße hätte auch ganz anders verlaufen können. Statt nur mal kurz die andere Seite zu besuchen um mehr über den Vorgang zu erfahren, hatte ich mich unnötig in Gefahr begeben und zusätzlich hatte ich andere Personen auf mich aufmerksam gemacht. Ausflüge dieser Art mußten unbedingt besser geplant und ausgeführt werden, um mich nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Doch erst einmal brauchte es mehr Informationen, damit ich wenigstens halbherzig dieses Phänomen akzeptieren zu können.
Ich setzte mich vor den Computer und tippte den Begriff »Parallelwelt« in eine Suchmaschine ein. Doch dieser Begriff tauchte zu über 90 Prozent nur in den Science Fiction Seiten auf, im wissenschaftlichen Bereich dagegen wurde zwar darüber diskutiert, doch hier wurde eine Parallelwelt eher als Hirngespinnst dargestellt. Nicht gerade etwas, was mir jetzt helfen würde.
Wie anders aber sollte ich das erklären, was mir gerade passiert war. Ich drücke auf einem Stein herum, es macht »plop« und ich stehe auf einem Erdbeerfeld. Wie soll man soetwas logisch erklären? So ganz war ich noch nicht überzeugt, dass dies nicht doch ein Traum war. Deshalb ging ich hinaus in den Garten, um zu sehen, ob ich nicht vielleicht doch noch dort auf dem Boden lag und träumte. Aber im Garten lag ich auf jedenfall nicht und um den ganzen Vorgang noch einmal zu testen, drückte ich wieder auf dem Stein herum, bis es plopte und ich wieder auf dem Erdbeerfeld stand. Meine Hausschuhe befanden sich noch da, wo ich sie ausgezogen hatte und auch in der Entfernung sah ich dieses weiße Etwas. Ich bückte mich, nahm die Schuhe mit der linken Hand auf und drückte wieder auf den Stein »plop« und ich stand wieder im Garten. Unheimlich, aber doch auch etwas lustig, denn ich konnte jetzt flüchten ohne das mich Jemand verfolgen konnte.
Ganz wilde Vorstellungen schwirrten mir jetzt durch den Kopf. Dieses Ding in meiner Hand befähigte mich zu Dingen, die ich nicht wollte, aber durchaus möglich war. Denn als Verbrecher könnte ich Banken überfallen oder Leute ausrauben, ohne das mich Jemand verfolgen konnte, selbst Entführungen oder Attentate würde ungeklärt bleiben, da ich an einem Ort auftauchen und unerkannt wieder verschwinden konnte.
Als gesetzestreuer Bürger und friedvoller Mensch würde ich diese Dinge natürlich niemals tun. Vielmehr interessierte es mich, ob dort auf der anderen Seite auch Menschen oder Kreaturen lebten und vor allem wie man mit Ihnen in Kontakt trat. Ich sponn schon wieder in meinem Kopf einen Trip ins Unbekannte und plante meine nächste Tour. Schade nur, dass ich niemanden davon erzählen konnte. Ich hatte zwar genug Freunde, doch wem könnte ich von diesem ungewöhnlichen Fundstück erzählen? Wer würde mir glauben und vor allem, würde es nicht weitererzählen? Doch bevor ich so weit gehe jemandem davon zu erzählen, würde ich erst einmal selber die Gegend dort drüben erkunden, diesmal jedoch vorbereitet.
- Kapitel 1 - Tim
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Hallo Dieter!
Auf meinem Blog biete ich anderen SciFi-Schreibern die Möglichkeit, ihr Werk vorzustellen. Dies kann geschehen in Form einer kleinen textlichen Einleitung/Vorstellung plus einer Leseprobe + Bild + Link etc. Auf Wunsch auch ohne Leseprobe. Also, bei Bedarf melden.
Hallo Felsenstein,
danke für Dein Angebot!!! Gerne nehme ich diese Möglichkeit in Anspruch, wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe.
Gruss Dieter