Traum oder Wirklichkeit?
Dieter 1. Januar 2012
Das muß ein Traum sein. Etwas anderes konnte sich Tanja einfach nicht vorstellen. Doch für einen Traum waren die Empfindungen verdammt real, nach ihrer Schätzung mußte es jetzt früher Nachmittag sein und die Sonne verschwand aus ihrem Sichtfeld. Entsprechend wurde es langsam kühl und in ihrem Kleidchen, das sie sich am Morgen übergestreift hatte, wurde es jetzt richtig unangenehm. So kühl, das man den Armen entlang die Gänsehaut sehen konnte.
Ob nun Traum oder Wirklichkeit, egal, langsam wurde es Zeit einen Ausweg aus dieser unwirklichen Situation zu suchen. Da sich mittlerweile ein kleines Hungergefühl eingestellt hatte … etwas, das sie vorher noch in keinem Traum erlebt hatte … bückte sie sich nach den Erdbeeren, probierte vorsichtshalber erst einmal zwei, drei, stopfte sich diese in den Mund und war von dem Wohlgeschmack überrascht. Doch diese wenigen Beeren fochten das Hungergefühl in ihrem Magen noch mehr an und entsprechend gab es jetzt kein halten oder überlegen mehr. Sie stopfte in sich hinein, als hätte sie schon tagelang nichts mehr zu Essen gehabt. Der Magen füllte sich und beruhigte auch ihre flatternden Nerven. Nach der kleinen Freßeinlage war es ihr auch wieder möglich ihre Situation besser einzuschätzen. Traum hin oder her, sie mußte hier weg und schnell einen Weg in die Zivilisation finden, da sie in einem dünnen Kleidchen die Nacht wohl nicht schadlos überstehen würde.
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