Dieter 31. Januar 2012
So schön es gewesen wäre einmal eine Nacht durchzuschlafen, es sollte für Tanja einfach nicht sein. Denn die Regenzeit war in diesem Gebiet noch lange nicht vorbei und in der Nacht fing es wieder an. Erst leicht mit einem kleinen Nieselschauer, den sie aber im Schlaf nicht bemerkte. Dann wie aus Eimern, sodaß kaum Zeit blieb den Schirm aus der Tasche zu holen. Völlig neben der Spur kauerte sie sich auf ihrem Gestell zusammen und passte damit fast komplett unter den Schirm.
Auch wenn das Glück nicht gerade auf ihrer Seite stand, so hatte sie doch den Vorteil, dass sie in dem Wasser von oben nicht auch noch liegen musste. Ihre Konstruktion erwies sich jetzt als Vorteil, denn sie war weit genug vom Boden entfernt, sodaß das Wasser unter ihr ablaufen konnte. Einzig um das Feuer machte sie sich Sorgen, da schon innerhalb weniger Minuten von den Flammen nichts mehr zu sehen war.
Bis jetzt war Tanja kein besonders religiöser Mensch gewesen, doch so langsam machte sie sich Sorgen, das man sie vielleicht in irgendeine Art Hölle versetzt hatte. Soviele negative Erfahrungen und schlechte Erlebnisse konnte es doch nicht für einen Menschen alleine geben.
Was hatte sie der Welt getan, um so dermaßen bestraft zu werden?
weiterlesen – › Eine Art von Hölle? ‹
Tags: Hab und Gut, Hölle, Konstruktion, Nieselschauer, Regenzeit, schlechte Erlebnisse, Vorteil, Vorwarnung
Dieter 22. Januar 2012
Obwohl Tanja gerade erst seit zwei Tagen in dieser Welt gefangen war, fühlte sich dieser Ausflug in die Wildnis an, wie zwei Wochen und da sie nicht wusste, wie sie diesen Irrsinn beenden sollte, machte sie sich angstvolle Gedanken um ihre Zukunft. Doch tiefgreifende Gedanken oder Pläne mußten jetzt erst einmal ruhen, denn fürs erste mußte sie erst einmal diese Nacht überstehen. Mehrfach in dieser Nacht schaute sie sich um und hörte auf die Geräusche der Nacht, die bedrohlich in ihren Ohren klangen. Schlurfende Geräusche von unbekannten Tieren oder Wesen? Knackende Äste, schmatzende und kratzende Geräusche, als wenn jemand oder etwas seine Mahlzeit zu sich nimmt, dann wieder grunzen und quietschen. Zu gerne würde sie sich jetzt verkriechen und sich von Dieser Welt abschotten, doch wie auf einem Präsentierteller hockte sie neben einem lichterloh brennenden Feuer, das ihr einziger Schutz war. An Schlaf war diese Nacht nicht zu denken, obwohl sie ihn bitternötig hatte um die kommenden Tage zu überstehen.
Sie fühlte sich wie ein Urzeitmensch, der ohne Hilfsmittel sein Leben bestreiten muss. Die Zeit der Ausreden war nun vorbei und um zu überleben, mußte sie kämpfen und denken wie diese Ureinwohner vor Jahrmillionen.
weiterlesen – › Erfahrungen erleben ‹
Tags: angstvolle Gedanken, Hilfsmittel, Irrsinn, Knackende Äste, kratzende Geräusche, Urzeitmensch, Wildnis, Zukunft
Dieter 18. Januar 2012
Fast hätte diese neuerliche Enttäuschung Tanja aus der Bahn geworfen, doch trotzig steckte sie die negative Erfahrung weg und überlegte sich die verbleibenden Optionen. Doch so sehr viele Optionen gab es garnicht, denn in den verunstalteten Schuhen war eine weitere große Wanderung fast nicht mehr möglich, da sie schon jetzt fast auseinanderfielen. Unbefriedigend war auch die Tatsache, das es in der Umgebung scheinbar keine Anhöhe gab von der man die Gegend überblicken konnte, obwohl es natürlich immer noch die Möglichkeit gab, einen Baum zu erklimmen. Doch diese Möglichkeit schob sie erst einmal weit von sich, da sie absolut nicht höhentauglich war und unter Umständen dadurch abstürzen konnte. Um es kurz zu sagen, sie hatte Angst, Höhenangst.
Aber ohne Plan wild in der Gegend herumzulaufen war auch nicht das nonplusultra, ganz im Gegenteil, so würde sie wertvolle Energien vergeuden, die sie später garantiert noch brauchen würde. Also blieb nur die Möglichkeit ein vorübergehendes Lager zu finden und sich dort auf längere Märsche vorzubereiten.
weiterlesen – › Umdenken ‹
Tags: Enttäuschung, Gegenteil, negative Erfahrung, Optionen, Stadtkind, Umdenken, Werkzeuge
Dieter 17. Januar 2012
Trotz unzureichender Ausrüstung versuchte Tanja sich keinen negativen Gedanken hinzugeben und setzte ihre Reise ins Ungewisse weiter fort. Hinein in den Wald, heraus aus dem Wald und wieder nur ein neues Erdbeerfeld. Als wenn es hier nur Wald und Erdbeeren gab, was war das für eine verrückte Welt?
Mittlerweile hatte sie schon zwei Hasen und soetwas wie einen Fuchs gesehen und in einiger Entfernung meinte sie ein Reh ausgemacht zu haben, war sich aber nicht sicher dabei. Doch ein solches Tier zur Nahrung zu töten, widerstrebte ihr absolut. Vor allem wußte sie auch nicht wie man das hätte bewerkstelligen können. Deshalb beschränkte sie sich erst einmal auf Erdbeeren und deren Blätter, die man vermutlich auch als Tee nutzen konnte und Wasser, das man zur Not aus Pfützen schöpfen konnte. Viel dringender war jedoch das leidige Kleidungsproblem, für das sie immer noch keine Lösung hatte. Sie dachte an Strohhüte und überlegte, ob man aus Stroh oder in ihrem Fall aus Heu auch soetwas wie eine Weste oder einen Mantel machen konnte. Denn ihr leichtes Kleidchen reichte gerade einmal knapp bis zu den Knien und war zusätzlich vorne sehr weit ausgeschnitten. Zum Flirten optimal, doch hier in der Wildnis nicht gerade eine zweckmäßige Kleidung.
weiterlesen – › Ich bin nicht allein! ‹
Tags: Ausrüstung, keine Lösung, Kleidungsproblem, negativen Gedanken, Reise ins Ungewisse, Tanja, Zivilisation
Dieter 16. Januar 2012
Tanja konnte von Glück sagen, dass sie gerade jetzt in den Wald gegangen war, um Feuerholz zu besorgen. Denn im nördlichen Bereich des Erdbeerfeldes stiegen im gleichen Augenblick, als sie den Wald betrat unwirkliche Gestalten in den Himmel auf, die aus der Entfernung wie ein Schwarm Krähen aussahen, jedoch wesentlich größer und mit einer riesigen Flügelspannweite. Bei näheren Hinsehen, hätte man erkennen können, das es humanoide Gestalten waren, die fast wie Engel wirkten, dies vermutlich aber nicht waren.
weiterlesen – › Überleben ‹
Tags: Engel, Feuerholz, Filofax, Glück, Lippenbalm, Nagelfeile, Taschenschirm, unwirkliche Gestalten