Das geheimnisvolle Stein Relikt The Mysterious Stone Relikt



Das geheimnisvolle Stein Relikt soll ein SF Roman werden, der sowohl auf der Erde wie auch in einer parallelen Welt spielt. Zu Anfang ergeben sich zwei Handlungsstränge mit zwei völlig unterschiedlichen Personen. Auf der einen Seite beschreibt es die Geschichte von Tim Blumenthal, einem Versicherungsangestellten und Hobby Stein- und Fossiliensammler, auf der anderen Seite von Tanja Solter, einer Verkäuferin, die "eigentlich" ihren Urlaub richtig ausleben will bzw. wollte.

Beide Handlungsstränge erzählen parallel ihre Geschichte und laufen irgendwann einmal zusammen. Wobei es mir noch nicht ganz klar ist, ob beide Protagonisten sich treffen und gemeinsam die Handlung weiterführen oder ob sie sich nur treffen und dann einzeln ein eigenes Ende der Geschichte erzählen. Die Zukunft wird es zeigen ...

Erfahrungen erleben

22. Januar 2012

Obwohl Tanja gerade erst seit zwei Tagen in dieser Welt gefangen war, fühlte sich dieser Ausflug in die Wildnis an, wie zwei Wochen und da sie nicht wusste, wie sie diesen Irrsinn beenden sollte, machte sie sich angstvolle Gedanken um ihre Zukunft. Doch tiefgreifende Gedanken oder Pläne mußten jetzt erst einmal ruhen, denn fürs erste mußte sie erst einmal diese Nacht überstehen. Mehrfach in dieser Nacht schaute sie sich um und hörte auf die Geräusche der Nacht, die bedrohlich in ihren Ohren klangen. Schlurfende Geräusche von unbekannten Tieren oder Wesen? Knackende Äste, schmatzende und kratzende Geräusche, als wenn jemand oder etwas seine Mahlzeit zu sich nimmt, dann wieder grunzen und quietschen. Zu gerne würde sie sich jetzt verkriechen und sich von Dieser Welt abschotten, doch wie auf einem Präsentierteller hockte sie neben einem lichterloh brennenden Feuer, das ihr einziger Schutz war. An Schlaf war diese Nacht nicht zu denken, obwohl sie ihn bitternötig hatte um die kommenden Tage zu überstehen.

Sie fühlte sich wie ein Urzeitmensch, der ohne Hilfsmittel sein Leben bestreiten muss. Die Zeit der Ausreden war nun vorbei und um zu überleben, mußte sie kämpfen und denken wie diese Ureinwohner vor Jahrmillionen.

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Kleine Experimente

19. Januar 2012

Entgegen meines Temperaments versuchte ich mich zu zügeln und vorschnelle Handlungen zu unterlassen. Denn schon am nächsten Morgen begann wieder der normale Alltag und vorbei war es mit dem Kurzurlaub.

Statt vorschnell etwas Dummes zu machen und dabei vielleicht meine Arbeit zu verlieren, plante ich die große Expedition für den Sommerurlaub. In der Zwischenzeit überbrückte ich meinen Forscherdrang mit kleinen Experimenten auf der anderen Seite. So ermittelte ich zum Beispiel, dass ein kompletter Tag dort weniger Zeit in Anspruch nahm, als auf der Erde. Entsprechend mußte sich die andere Seite wesentlich schneller drehen als die Erde und brauchte für eine komplette Rotation nur ca. 22 Stunden. Auch gab es scheinbar dort drüben keinen magnetischen Pol, denn mein Kompass reagierte absolut nicht, egal in welche Richtung ich mich drehte. Aufgrund der wachsenden Erdbeeren, die in meinem eigenen Garten noch nicht einmal Blüten zeigten, waren wohl auch die Jahreszeiten völlig anders.
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Möglichkeiten

18. Januar 2012

Mein Selbsttest war nicht ganz so ungefährlich verlaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte, denn mein kleines Mißgeschick auf der Straße hätte auch ganz anders verlaufen können. Statt nur mal kurz die andere Seite zu besuchen um mehr über den Vorgang zu erfahren, hatte ich mich unnötig in Gefahr begeben und zusätzlich hatte ich andere Personen auf mich aufmerksam gemacht. Ausflüge dieser Art mußten unbedingt besser geplant und ausgeführt werden, um mich nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Doch erst einmal brauchte es mehr Informationen, damit ich wenigstens halbherzig dieses Phänomen akzeptieren zu können.

Ich setzte mich vor den Computer und tippte den Begriff »Parallelwelt« in eine Suchmaschine ein. Doch dieser Begriff tauchte zu über 90 Prozent nur in den Science Fiction Seiten auf, im wissenschaftlichen Bereich dagegen wurde zwar darüber diskutiert, doch hier wurde eine Parallelwelt eher als Hirngespinnst dargestellt. Nicht gerade etwas, was mir jetzt helfen würde.
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Umdenken

18. Januar 2012

Fast hätte diese neuerliche Enttäuschung Tanja aus der Bahn geworfen, doch trotzig steckte sie die negative Erfahrung weg und überlegte sich die verbleibenden Optionen. Doch so sehr viele Optionen gab es garnicht, denn in den verunstalteten Schuhen war eine weitere große Wanderung fast nicht mehr möglich, da sie schon jetzt fast auseinanderfielen. Unbefriedigend war auch die Tatsache, das es in der Umgebung scheinbar keine Anhöhe gab von der man die Gegend überblicken konnte, obwohl es natürlich immer noch die Möglichkeit gab, einen Baum zu erklimmen. Doch diese Möglichkeit schob sie erst einmal weit von sich, da sie absolut nicht höhentauglich war und unter Umständen dadurch abstürzen konnte. Um es kurz zu sagen, sie hatte Angst, Höhenangst.

Aber ohne Plan wild in der Gegend herumzulaufen war auch nicht das nonplusultra, ganz im Gegenteil, so würde sie wertvolle Energien vergeuden, die sie später garantiert noch brauchen würde. Also blieb nur die Möglichkeit ein vorübergehendes Lager zu finden und sich dort auf längere Märsche vorzubereiten.

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Ich bin nicht allein!

17. Januar 2012

Trotz unzureichender Ausrüstung versuchte Tanja sich keinen negativen Gedanken hinzugeben und setzte ihre Reise ins Ungewisse weiter fort. Hinein in den Wald, heraus aus dem Wald und wieder nur ein neues Erdbeerfeld. Als wenn es hier nur Wald und Erdbeeren gab, was war das für eine verrückte Welt?

Mittlerweile hatte sie schon zwei Hasen und soetwas wie einen Fuchs gesehen und in einiger Entfernung meinte sie ein Reh ausgemacht zu haben, war sich aber nicht sicher dabei. Doch ein solches Tier zur Nahrung zu töten, widerstrebte ihr absolut. Vor allem wußte sie auch nicht wie man das hätte bewerkstelligen können. Deshalb beschränkte sie sich erst einmal auf Erdbeeren und deren Blätter, die man vermutlich auch als Tee nutzen konnte und Wasser, das man zur Not aus Pfützen schöpfen konnte. Viel dringender war jedoch das leidige Kleidungsproblem, für das sie immer noch keine Lösung hatte. Sie dachte an Strohhüte und überlegte, ob man aus Stroh oder in ihrem Fall aus Heu auch soetwas wie eine Weste oder einen Mantel machen konnte. Denn ihr leichtes Kleidchen reichte gerade einmal knapp bis zu den Knien und war zusätzlich vorne sehr weit ausgeschnitten. Zum Flirten optimal, doch hier in der Wildnis nicht gerade eine zweckmäßige Kleidung.

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Überleben

16. Januar 2012

Tanja konnte von Glück sagen, dass sie gerade jetzt in den Wald gegangen war, um Feuerholz zu besorgen. Denn im nördlichen Bereich des Erdbeerfeldes stiegen im gleichen Augenblick, als sie den Wald betrat unwirkliche Gestalten in den Himmel auf, die aus der Entfernung wie ein Schwarm Krähen aussahen, jedoch wesentlich größer und mit einer riesigen Flügelspannweite. Bei näheren Hinsehen, hätte man erkennen können, das es humanoide Gestalten waren, die fast wie Engel wirkten, dies vermutlich aber nicht waren.

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Heimkehr

8. Januar 2012

Schon der Taxifahrer hatte mich argwöhnisch beäugt, aufgrund meiner stark verschmutzten Kleidung und hatte sich das Fahrgeld im Voraus geben lassen. Jetzt im Hotel wollte man sogar meinen Personalausweis sehen, da man mich augenscheinlich nicht kannte. Nachdem ich nun auch diese Hürde genommen hatte, konnte ich endlich aufs Zimmer und vor allem unter die Dusche. Eigentlich wollte ich mir noch ein großes Abendessen gönnen, doch nach dem Duschen legte ich mich aufs kurz mal aufs Bett und wachte in der gleichen Stellung am anderen Morgen auf. Die Uhr auf dem Nachttisch zeigte 6:35 Uhr, demnach hatte ich etwas mehr als 12 Stunden am Stück durchgeschlafen.

Stark verkatert schlurfte ich ins Badezimmer, duschte und rasierte mir den Dreitagebart aus dem Gesicht. Endlich erkannte ich auch wieder das Gesicht im Spiegel, das mir mit kleinen Äuglein entgegenblickte. Statt des großen Abendessens nahm ich nun ein wahrhaft formidables Frühstück zu mir, das alles beinhaltete, was das Buffet hergab. Zum Abschluß genehmigte ich mir noch einen Espresso und fühlte mich nun soweit gestärkt, dass ich die Heimreise antreten konnte, ohne mir zwischendurch noch einen Snack gönnen zu müssen.

Einzig ein kleiner Anflug von leichten Kopfschmerzen hinderte mich am Fröhlichsein. Mit meinen gepackten Taschen und dem Rucksack verließ ich, nachdem ich meinen Aufenhalt bezahlt hatte, das Hotel und trat die Heimfahrt an.

Erst jetzt während der ruhigen Autofahrt wurde mir so richtig bewusst, was ich da in den letzten Tagen so erlebt hatte und überlegte, ob ich das alles nicht nur geträumt hatte. Doch der bewusste Stein, die Erbeeren, die Erdbeerpflanze und meine total verdreckte Kleidung sprachen dagegen.

Nur, was hatte ich da wirklich erlebt?

Ich hatte Dinge und Landschaften gesehen, die es laut Landkarte eigentlich nicht gab oder die vorher nicht dagewesen waren. Vielleicht hatte ich mich auch nur derart verirrt, das ich einen großen Bogen gelaufen war und in einem Gebiet aufgetaucht bin, den ich mir vorher auf der Karte nicht betrachtet hatte. Dies alles würde ich Zuhause auf dem PC ersteinmal recherchieren, denn die Ungewißheit brannte wie Feuer. Und dann dieser komische Stein, der bei Berührung diese eigenartigen Schwindelgefühle bei mir auslöste und zudem dieses komische »plop« ertönen ließ. Wie paßte dieser ins Bild?

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Hilfe, ich habe mich verirrt!

1. Januar 2012

Nichtsahnend vom ähnlichen Schicksal der Tanja Solter, die nur ein paar Kilometer entfernt mit ihrem Schicksal haderte grübelte ich weiter über meine Situation nach. Mitten in meine Grübelei hinein meldete sich mein Magen zu Wort, der sich lauthals über das fehlende Frühstück beschwerte. Auch bei diesem Teil meines Abenteuers sah es nicht besonders rosig aus, denn außer ein paar Erdbeeren und einem kleinen Schluck Tee hatte ich nichts mehr vorrätig. Da ich hoffte, in kürzester Zeit meinen Weg zum Hotel zu finden, sollte dieser kleine Snack genügen.

Irgendwie log ich mich gerade selber an, denn im Hinterkopf glaubte ich selbst nicht daran, jetzt schnell meinen Weg zu finden. Doch leider blieb mir hier nichts anderes übrig und ich machte mir damit selber Mut. Entsprechend raffte ich mich auf und setzte meinen Weg mit leicht schlotternen Knien fort. Ich marschierte in die gleiche Richtung die ich eingeschlagen hatte weiter über das Feld, hinein in den nächsten Wald.

Nach gut einer halben Stunde überlagerte etwas den penetrant starken Erdbeergeruch. Es roch leicht muffig, faulig und zum erstenmal sah ich durch den Wald etwas anderes als dieses jetzt mittlerweile verhasste grün und rot eines Erdbeerfeldes. Vor mir öffnete sich der Wald und ich sah auf die Wasserfläche eines großen Sees mit vielen Buchten und Seitenarmen. Überall am und im Wasser wuchs Schilf und Seerosen schwammen auf dem Wasser. Zu den Pflanzen gesellten sich jetzt auch eine ganze Menge Mücken, die mich scheinbar sehr gern hatten. Denn schon in den ersten paar Minuten pieksten mich eine Handvoll von den Dingern und überall fing es an zu jucken an. Hier würde ich bestimmt nicht lange bleiben und bog deshalb zwischen zwei Sträuchern ab und flüchtete mich wieder in den Wald.

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Traum oder Wirklichkeit?

1. Januar 2012

Das muß ein Traum sein. Etwas anderes konnte sich Tanja einfach nicht vorstellen. Doch für einen Traum waren die Empfindungen verdammt real, nach ihrer Schätzung mußte es jetzt früher Nachmittag sein und die Sonne verschwand aus ihrem Sichtfeld. Entsprechend wurde es langsam kühl und in ihrem Kleidchen, das sie sich am Morgen übergestreift hatte, wurde es jetzt richtig unangenehm. So kühl, das man den Armen entlang die Gänsehaut sehen konnte.

Ob nun Traum oder Wirklichkeit, egal, langsam wurde es Zeit einen Ausweg aus dieser unwirklichen Situation zu suchen. Da sich mittlerweile ein kleines Hungergefühl eingestellt hatte … etwas, das sie vorher noch in keinem Traum erlebt hatte … bückte sie sich nach den Erdbeeren, probierte vorsichtshalber erst einmal zwei, drei, stopfte sich diese in den Mund und war von dem Wohlgeschmack überrascht. Doch diese wenigen Beeren fochten das Hungergefühl in ihrem Magen noch mehr an und entsprechend gab es jetzt kein halten oder überlegen mehr. Sie stopfte in sich hinein, als hätte sie schon tagelang nichts mehr zu Essen gehabt. Der Magen füllte sich und beruhigte auch ihre flatternden Nerven. Nach der kleinen Freßeinlage war es ihr auch wieder möglich ihre Situation besser einzuschätzen. Traum hin oder her, sie mußte hier weg und schnell einen Weg in die Zivilisation finden, da sie in einem dünnen Kleidchen die Nacht wohl nicht schadlos überstehen würde.
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Viele Fragen, keine Antwort

1. Januar 2012

Im Gegensatz zu Tim »Steini« Blumenthal war Tanja Solter noch nie allein irgendwo in der Wildnis gewesen. Allein in einer Menschenmenge, ok, oder allein beim Shoppen, ok, doch allein allein? Nein das kannte Sie absolut nicht und deshalb war Ihre Situation auch so völlig irrational, so ganz unmöglich für Sie.

Was machte man allein in der Wildnis und wie kam man da wieder raus?

Noch leicht benommen flüsterte Sie: »Hallo, hallo ist hier jemand?«

Als niemand antwortete rief Sie diesmal mit kräftiger Stimme: »Hallo, HALLO?«

Auch diesmal antwortete niemand, stattdessen knackte irgendwo in der näheren Umgebung ein Ast und Sie erschreckte dermassen, dass jegliche Farbe aus Ihrem Gesicht wich. Mit leicht zitternden Knien stand Sie auf und drehte sich einmal im Kreis, doch in Ihrem ganzen Blickfeld gab es keine Hinweise auf Zivilisation oder andere Menschen in Ihrer Umgebung.

War das hier wirklich?

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